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Thema: Standzeiten chemisch Nickel verlängern.

  1. #1
    Avatar von magnum
    magnum ist offline Erfahrener Benutzer Silber
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    Standard Standzeiten chemisch Nickel verlängern.

    Hallo ,


    das Verfahren chemisch Nickel ist verfahrenstechnisch eine sehr elegante Methode um zu beschichten.
    Leider ist es auch sehr teuer und häufig mit einem kompletten Austauch der Chemie verbunden. (je nach Durchsatz)

    Gibt es Möglichkeiten die Standzeiten zu verlängern ?
    Ich glaube die Kompetenz aus Langenfeld hatte da mal was. Hat jemand Erfahrungen damit ?
    -> Stichwort: Elektrodialyse

    Wechselt Ihr die komplette Chemie oder erneuert Ihr nur teilweise ?


    /magnum
    Geändert von magnum (15.01.2010 um 09:23 Uhr)
    Stellengesuch:

    Nach zwölfjähriger , erfolgreicher Tätigkeit in meiner aktuell ungekündigten Stellung als Galvanotechniker, suche ich nach neuen Herausforderungen. Ausführliche Informationen über meinen beruflichen Werdegang übermittel ich gerne per eMail oder auf dem Postweg.

    Kontaktaufnahme über PM erwünscht.


  2. #2
    Avatar von Thinline
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    Gruss

    Thin

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhls zulegen...

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  3. #3
    Avatar von Galvano-Fox
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    Hallo Magnum,

    wir haben immer die komplette Chemie gewechselt (und die Wanne mit HNO3 ausgebeizt). Allerdings war die Anlage damals recht alt und wir haben aus Qualitätsgründen nie mehr als 2 MTO gefahren (hat sich deshalb kaum gerechnet und wurde inzwischen nach meiner Info abgeschafft). Ich denke, dass auch mit einer Elektrolytdialyse irgendwann das Verfahren ausgereizt ist und man die Chemie verwerfen muss. Nur das wann verschiebt sich vielleicht nach hinten...
    Jedenfalls wäre ich an Informationen zu diesem Thema auch interessiert...
    LG Euer

    Galvano-Fox

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  4. #4
    Avatar von H2O
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    Die "Eden-Geschichte" ist bestimmt nicht gerade billig. Wenn man sich das Prinzip anschaut wird auffällig, dass nicht nur die unerwünschten Abfallstoffe sondern eben auch Anteile der Wirkstoffe entfernt werden, die wieder entsprechend ergänzt werden müssen. Daneben wird sich das Bad wenn man die Eden-Technik verwendet mit der Zeit mit Fremdmetallkationen anreichern die mit der Ware ins Bad gelangen. Also unendliche Standzeiten halte ich nicht für möglich.

    Im Prinzip ist das Eden-Dingens eine Vorrichtung die kontinuierlich einen Teilaustausch durchführt dabei aber noch einige Wertstoffe, besonders das Nickel (die Kationen) zurückhält.

    Wenn es nur darum geht die Standzeiten zu verlängern kann man auch ohne die Ni-Rückhaltung Verbesserungen erreichen. Man macht eben wie die Edenanlage kontinuierlich einen Teilaustausch des Bads. Das hat nicht nur den Vorteil der Standzeitverlängerung sondern eben auch den Vorteil dass mit konstanterer Qualität produziert werden kann. Man fährt das Bad nicht runter bis es auf dem Zahnfleisch kriecht, sondern betreibt es durch die kontinuierlichen Austaschmengen in annähernd gleichem Konzentrations- und Verunreinigungsniveau.

    Jetzt muss man noch betrachten wie sich die Sache kostenmäßig verhält. Der kontinuierliche Austausch sollte natürlich so erfolge, dass keine Mehrkosten durch erhöhten Chemikalienverbrauch entstehen. Das lässt sich aber sehr leicht rechnen und die möglichen Teilaustauschmenge/Zeit entsprechend festlegen.

    Gruß
    H2O
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  5. #5
    Avatar von Galvaniseurin
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    Hi,

    also bis 5 MTO sollte es schon halten.
    Dannach lässt aber die Korrosionsbeständigkeit nach. Man kann auch noch mit 7 MTO unempfindliche Teile machen, aber bei uns ist wegen garantierten Eigenschaften bei 5 MTO Schluss.

    Oberstes Gebot.....sauber, sauber und noch mal sauber arbeiten. Vor allem wenn man nach dem ausbeizen die Wanne spült. (immer Teststäbchen verwenden) Es ist erstaunlich wie schlampig man spülen kann.

    Und den Nickelgehalt nicht so stark schwanken lassen. Max. 10 % vom Ansatz.

    Grüsse

  6. #6
    Avatar von Ronin-Taiko
    Ronin-Taiko ist offline Unerfahrener Schreiber Calcium
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    Servus,

    zuerst vielleicht mal kurz was allgemeines (auch wenn ihr das meiste kennt)

    An sich kannst du ne längere Standzeit erreichen wenn du das Bad in sehr engen parametern fährst.
    Die Zugaben die du machen musst nicht "schnell rein kippen" sondern immr schön ruhig.
    Außerdem muß das Bad ausgelastet sein. Wird es zu wenig beansprucht aber immer aufgeheizt reichert sich der Stabilisator an und du kannst es schon bald weg werfen.

    Außerdem ganz wichtig (wie Galvaniseurin schon sagte): Sauberkeit...
    Die Bäder die ich kenne nehmen dir so Späße tierisch übel.

    Genau so die Filterung: Den Filter an sich oft wechseln.. Den Filter beim NiP kann man nicht zu oft wechseln (gerade wenn du Gußteile fährst).

    Was auch noch ein Fehler ist der zu einer geringeren Standzeit führen kann:
    Die Rührung muß gut funktionieren. Gerade in der Anheizphase. Wenn die Heizkörper zu nah beinander sind kann es teilweise zu einer instabilität im Bad kommen und somit auch negativ auf die Standzeit wirken.

    zu deiner Frage:

    Ich hab davon schon mal auf ner Fortbildung von der benannten Fachfirma gehört.
    Wurde auch von einem was gesagt der das Verfahren im Einsatz hat.

    Es muß anscheinend wirklich so funktionieren daß sie es nicht wechseln müssen.
    Wobei es meines Erachtens nur eine modifizierte Bleed and Feed technologie ist.

    Das ganze rentiert sich entsprechend auch nur wenn du wirklich nen richtig hohen durchsatz hast. Ansonsten is raus werfen und neu machen wohl die beste Möglichkeit.


    Taiko
    Holzwannen, auch mit Bleiauskleidung, sind nicht für eine Verchromung geeignet (Zitat aus Pfanhauser)

  7. #7
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    Hallo

    es gäbe da noch die möglichkeit weniger Reduktionsmittel mit stabilisator und dafür ein wenig Reduktionsmittel(ohne Stabilisator) zu zu setzen.

    In welchem verhältniss müsste man dann im versuch ausprobieren.

    Gruß Galvaniser

  8. #8
    MW 85 ist offline Unerfahrener Schreiber Calcium
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    Hallo ,

    Es gibt auch noch andere Varianten die Standzeit zu verlängern.

    Hat schomal jemad wad von Bleed and feed gehört ? Das Prinzip ist ähnlich wie dei Eden geschichte, welche sich nur ab einem gewissen durchsatz lohnt(Kosten technisch Abwasser etc.) !!!!


    Bei meiner Variante geht es darum das Bad einzufrieren, das heist bei den gewünschten MTO wird die Dichte ermittelt.

    Danach verwirft man einen gewissen Anteil vom Bad und setzt die Verworfenen Menge Neu an.

    Der "Abfallelektrolyt" kann ohnen witeres für Guss etc. in einer anderen Wanne benützt werden.


    So kan man das Bad immer konstant bei den gleichen Parametern betreiben Druck/Zug, abscheidegeschw etc.

    oder eine ander Variante man benuztz longlife Bäder welche bis ca. 20 MTO betriben werden können.

    Ein weiters Problem welches Angesprochen wurde ist die Stabi geschichte...

    Meier Meinung nach kan ein guter Lieferant den Stabilisator bestimmen und ergänzen via Spezialzusätze ( meine Firma macht das... in Deuschland Enthone)

    Gruss

    MW

  9. #9
    Avatar von H2O
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    Bei meiner Variante geht es darum das Bad einzufrieren, das heist bei den gewünschten MTO wird die Dichte ermittelt.

    Danach verwirft man einen gewissen Anteil vom Bad und setzt die Verworfenen Menge Neu an.
    Bei meiner Methode auch:

    Wenn es nur darum geht die Standzeiten zu verlängern kann man auch ohne die Ni-Rückhaltung Verbesserungen erreichen. Man macht eben wie die Edenanlage kontinuierlich einen Teilaustausch des Bads. Das hat nicht nur den Vorteil der Standzeitverlängerung sondern eben auch den Vorteil dass mit konstanterer Qualität produziert werden kann. Man fährt das Bad nicht runter bis es auf dem Zahnfleisch kriecht, sondern betreibt es durch die kontinuierlichen Austaschmengen in annähernd gleichem Konzentrations- und Verunreinigungsniveau.
    Gruß
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  10. #10
    Avatar von MegaSunny
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    Es kommt immer auf die geforderte Qualität der Beschichtung an ob eine Standzeitverlängerung auch sinnvoll ist.
    Was schon mehrfach angesprochen wurde ist dass man bei chemisch Nickel sehr sauber arbeiten muss. Das trägt am meisten dazu bei die Standzeit zu verlängern. Die Behandlungswanne ist auch ein begrenzender Faktor. Trotz Schutzpotenzial kommt es mit der Zeit zur Fremdabscheidung an der Wanne oder den Rohren. Ganz wichtig, häufig den Filter kontrollieren ob sich nicht dort Nickelfliter mit dem Elektrolyt vergnügen.
    Mit einem Teilaustausch erreicht man nicht wirklich ein Standzeitverlängerung. Zwar können mehr MTO in der Wanne mit dem erneuerten Elektrolyten gefahren werden, aber es wird eigentlich nur das Abwasser mit weniger Konzentrat belastet. Allerdings kann man dadurch nahezu konstante Arbeitsbedingungen über längere Zeit erreichen hat aber auch einen höheren Analyseaufwand.
    Das Eden-System klingt aber sehr interessant und es würde mich interessieren ab welcher Größenordnung sich so eine Anlage bezahlt macht.
    Gruß
    MegaSunny


    Die Signatur ist aus technischen Gründen auf der Rückseite angebracht.

  11. #11
    Avatar von H2O
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    @ MegaSunny
    Eigentlich sind wir jetzt wieder bei rausschmeißen und neu ansetzten gelandet. Denn wenn man deinen ersten Absatz liest, ändert auch die Eden-Anlage nichts an den aufgezählten, begrenzenden Faktoren?

    Trotzdem erreicht man durch Teilaustäusche, im Fall der Edenanlagen eben noch verbunden mit Ni-Rückhaltung, anscheinend verlängerte Standzeiten?

    Gruß
    H2O
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  12. #12
    Avatar von MegaSunny
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    Zitat Zitat von H2O Beitrag anzeigen
    @ MegaSunny
    Eigentlich sind wir jetzt wieder bei rausschmeißen und neu ansetzten gelandet. Denn wenn man deinen ersten Absatz liest, ändert auch die Eden-Anlage nichts an den aufgezählten, begrenzenden Faktoren?
    Das ist durchaus richtig. Die Frage ist auch wie sich das System bei der Reinigung verhält. Wie lange halten die Membranen bei einer HNO3-Reinigung?
    Zitat Zitat von H2O Beitrag anzeigen
    Trotzdem erreicht man durch Teilaustäusche, im Fall der Edenanlagen eben noch verbunden mit Ni-Rückhaltung, anscheinend verlängerte Standzeiten?
    So kann man es jedenfalls aus dem Prospekt erlesen. Es scheinen ja wirklich zum Großteil die störenden Bestandteile aus dem Bad entfernt zu werden und das Benötigte wird wieder in den Kreislauf gegeben.
    Wie Aschenputtel eben "Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen!"
    Gruß
    MegaSunny


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