Schwerpunkte in der Ausbildung
Wir alle wissen ja, wie komplex das Thema Galvanotechnik ist. Es gibt Unmengen an Elektrolyte, Grundmaterialien (wenn man die verschiedenen Legierungsarten berücksichtigt), Arten der Vor- und Nachbehandlung und vieles mehr. Dazu kommen noch die ganzen Analysen und Messmethoden, Unterscheidungen wie Trommel, Gestell, Handgalvanik, Bandgalvanik und vieles mehr.
Klar ist auch, dass die meisten Betriebe spezialisiert sind. Grob gesagt haben wir den funktionellen Bereich, den Korrosionsschutz und den dekorativen Bereich. Es ist also nahezu unmöglich, einem Galvaniseur alles bei zu bringen. Schon alleine die Zeit von "nur" 3 Jahren wird knapp.
Es gibt aber auch Firmen, welche nur phosphatieren oder Feuerverzinken. Wenn man da einen Azubi einstellt, bekommt dieser nicht sonderlich viel vom eigentlichen Beruf mit, außer die Firma schickt ihn zu anderen Galvaniken oder schafft einen Raum für GT-Verfahren, welche nur für die Ausbildung da sind.
Meine Frage, zur Diskussion gedacht, ist folgende. Welche Rahmenbedingungen sollte ein Betrieb schaffen? Was sollte der Betrieb dem Schüler beibringen? Was sollte erfolgen, damit man sagen kann, man hat einen guten Galvaniseur ausgebildet?
In der Galvanotechnik ist 1+1 manchmal 1,5, manchmal 2,5 und manchmal sogar 2.
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