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Thema: Berechnung der Stromdichte.

  1. #1
    Avatar von magnum
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    Standard Berechnung der Stromdichte.

    Hallo ,



    wir beschichten Oberflächen , die anschliessend noch mechanisch bearbeitet werden. Nun kommt es immer wieder zu Problemen bei der mechanischen Bearbeitung. Meine Befürchtung ist , das durch unterschiedlichen Stromdichten am Bauteil, die Schichten veränderte Eigenschaften aufweisen.

    Ich weiss das es Software zur Berechung der Stromdichte gibt. Gibt es ein Institut oder eine Firma , die diese Berechung als Auftrag für mich übernimmt ?

    zB. Frauenhofer-Institut ?

    /magnum
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    Nach zwölfjähriger , erfolgreicher Tätigkeit in meiner aktuell ungekündigten Stellung als Galvanotechniker, suche ich nach neuen Herausforderungen. Ausführliche Informationen über meinen beruflichen Werdegang übermittel ich gerne per eMail oder auf dem Postweg.

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  2. #2
    Avatar von H2O
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    Also um die Sache erstmal theoretisch zu betrachten:

    Ich nehme an es handelt sich um ein Werkstück das relativ unregelmäßig geformt ist und dadurch unterschiedliche Stromdichteverhältnisse zu Stande kommen. Wenn jetzt ein Einfluss auf die mechanische Bearbeitung seitens der Abscheidung mit unterschiedlicher Stromdichte besteht, muß auch die mechanische Bearbeitung unterschiedlicher Bereiche des Werkstücks unterschiedlich gut oder schlecht gelingen. Das wäre für mich ein Indiz.
    Da die Stromdichte unmittelbar auch die Abscheidung bestimmt, wäre ich die Sache erstmal recht pragmatisch angegangen indem ich Schichtdickenmessungen über die gesamte Oberfläche durchgeführt hätte. Damit kriegt man ja schon eine Übersicht wie stark die Schwankungen sind. Eventuell kann man dann in stark unterschiedlichen Bereichen auch noch die Schichteigenschaften bestimmen (z.B. Mikrohärte) oder zumindest ausloten ob bei der mechanischer Bearbeitung dieser Bereiche Unterschiede auszumachen sind.

    Gruß
    H2O
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  3. #3
    Avatar von Yamm
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    Ich behaupte mal, dass man anhand von Schichtdickenmessungen bei Elektrolyten mit sehr konstanten Wirkungsgraden man ziemlich genau die Stromdichte zurück rechnen kann.

    Das funktioniert bei Ni-Bädern mit hohen Metallgehalten sehr gut. Chrom kann man knicken, cyan Kupfer wird schwierig, Zink je nach Badtyp. Bei Zinn würde ich bei entsprechender Geometrie abraten, weil Anströmung so wie Säure/Metallgehalt Verhältnis für die Metallverteilung sehr entscheidend sind, trotz teils sehr gutem Wirkungsgrad (je nach Badtyp).

    Wie auch immer, bevor ich ein Institut damit beauftragen würde, würde ich es per Schichtdicke versuchen. Um auf die Frage aber gezielt zu antworten: auch wenn es nicht bei dir um die Ecke ist, ich würde mal beim FEM in Schwäbisch Gmünd anfragen.
    In der Galvanotechnik ist 1+1 manchmal 1,5, manchmal 2,5 und manchmal sogar 2.
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  4. #4
    Avatar von HCN
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    Hi,

    dir ist ja Happy plating bekannt die vertreiben auch eine Software zur Simulation, du musst die aber nicht unbedingt kaufen die machen wohl auch Auftragsarbeiten (ist aber kein Schnäpchen da doch einiges mehr hinter der Sache steckt als du wahrscheinlich gerade vermutest, zumindest ging es mir damals so als ich mit den gesprochen habe) Es gibt aber sicherlich auch andere die dass können, ich denke FEM oder Frauenhofer sind dafür auch gute Adressen.

    Was dass messen von Schichtdicken angeht ist wie vom Webmaster/Yamm angesprochen darauf zu achten dass die Wirkungsgrade variieren können so gibt es einige Elektrolyte bei denender Wirkunggrad stark von der Stromdichte abhängig ist z.B. Chrom(III) elektrolyte der Wirkunggrad steigt mit der Stromdichte an bis er bei einer bestimmten Stromdichte sein maximum erreicht und sich dann dann nicht mehr verändert daraus folgt dass in den höheren Stromdichte bereichen die gleiche Schichtstärke abgeschieden wird wie im niedrigen.

    Also wenn ich mich nicht täusche bearbeitet MAgnum eher einfach geformte Teile die unterschiedlichen Stromstärken resultieren da eher von der Anodenanordnung her die wohl nur sehr schwer anzupassen ist oder irre ich mich?

    Gruß
    Geändert von HCN (16.04.2009 um 17:43 Uhr)
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  5. #5
    Avatar von magnum
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    Hallo ,


    über die Schichtdicke kann ich gar nichts machen. Die Teile sind von der Geometrie sehr simpel. Es ändert sich von Bauteil zu Bauteil eigentlich nur der Abstand Anode-Kathode und damit die lokalen Stromdichten am Bauteil und natürlich auch an der Anode.

    Ich habe auch so ziemlich alles analysiert. Metallgehalte, Organik, Temperaturen usw. in Verbindung mit den Ausschüssen, unzählige Teste gemacht.
    Mir fällt einfach nur noch die unterschiedliche Stromdichte ein.

    Jetzt kommt jeder sofort auf die Idee: Wenn Typ A immer schlecht ist und Typ B nicht dann haste die Lösung.
    Leider kann ich auch hier keinen Lösungsansatz finden.
    (.................. grrrrrr, damit scheidet die Stromdichte ja auch auch aus )

    @Yamm
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    /magnum
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  6. #6
    Avatar von Yamm
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    <-- was macht der?
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Yamm Beitrag anzeigen
    <-- was macht der?
    Der guckt an sich runter und ist von sich selbst entäuscht
    Gruss

    Thin

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhls zulegen...

    Der muß auch mit jedem Arsch klar kommen!
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  8. #8
    Avatar von HCN
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    Hi,

    von welchem Elektrolyten reden wir? Kupfer, Zink? und was genau ist der deffekt werden die Teile geschliffen oder gedreht?

    mfG
    HCN
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  9. #9
    Avatar von H2O
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    Also noch ein pragmatischer Ansatz:

    Gleiche Teile gezielt mit niedriger Stromdichte produzieren und unter sonst gleichen Bedingungen (gleicher Anoden-Abstand) bei höheren Stromdichte beschichten. Anschließend mechanische Bearbeitung vergleichen.

    Gruß
    H2O
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  10. #10
    Avatar von magnum
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    Zitat Zitat von H2O Beitrag anzeigen
    Also noch ein pragmatischer Ansatz:

    Gleiche Teile gezielt mit niedriger Stromdichte produzieren und unter sonst gleichen Bedingungen (gleicher Anoden-Abstand) bei höheren Stromdichte beschichten. Anschließend mechanische Bearbeitung vergleichen.

    Gruß
    H2O

    Das ging bisher aufgrund guter Auslastung nicht. Habe jetzt ein produktionsunabhängiges Laborbad bauen lassen in dem ich genau diese Teste durchführen möchte.

    Werde dann dieses Thema mit den Ergebnissen ergänzen.


    /magnum
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  11. #11
    Avatar von magnum
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    Zitat Zitat von magnum Beitrag anzeigen
    Ich weiss das es Software zur Berechung der Stromdichte gibt. Gibt es ein Institut oder eine Firma , die diese Berechung als Auftrag für mich übernimmt ?

    zB. Frauenhofer-Institut ?

    Die Frage bleibt weiterhin für mich interessant und über Infos wäre ich sehr dankbar.


    /magnum
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  12. #12
    Avatar von MegaSunny
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    Zitat Zitat von magnum Beitrag anzeigen
    Das ging bisher aufgrund guter Auslastung nicht. Habe jetzt ein produktionsunabhängiges Laborbad bauen lassen in dem ich genau diese Teste durchführen möchte.

    Werde dann dieses Thema mit den Ergebnissen ergänzen.


    /magnum
    Was ist daraus geworden?
    Gruß
    MegaSunny


    Die Signatur ist aus technischen Gründen auf der Rückseite angebracht.
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  13. #13
    Avatar von magnum
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    Jo, ich habe zahlreiche Teste gefahren.

    Durch die Veränderung der Organik und Anorganik habe ich in den unterschiedlichsten Badkonfigurationen Teile galvanisiert.
    Die mechanische Bearbeitung hat das alles nicht beeinflusst.
    Darauf hin ist mir die Lust vergangen, ich habe den Verantwortlich gesagt sie sollten Ihre Maschinen besser überwachen ................. seitdem habe ich nichts mehr von Problemen gehört ........

    ----------------------------------------------------------------------

    Ich weiss das es Software zur Berechung der Stromdichte gibt. Gibt es ein Institut oder eine Firma , die diese Berechung als Auftrag für mich übernimmt ?

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  14. #14
    Avatar von MegaSunny
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    Zitat Zitat von magnum Beitrag anzeigen
    Zitat:
    Ich weiss das es Software zur Berechung der Stromdichte gibt. Gibt es ein Institut oder eine Firma , die diese Berechung als Auftrag für mich übernimmt ?

    zB. Frauenhofer-Institut ?

    Die Frage bleibt weiterhin für mich interessant und über Infos wäre ich sehr dankbar.
    Ich habe mir von der Fa. Comsol Multiphysics GmbH mal eine Demo-CD und Unterlagen von ihrer Simulationssoftware schicken lassen. Die können damit eigentlich so gut wie alles simulieren.
    Hier mal ein paar Schwerpunktthemen:
    • Akustik
    • Biotechnologie
    • Brennstoffzellen
    • Chemietechnologie
    • Elektromagnetik
    • Halbleiter
    • Plasmaphysik
    • Reaktionskinetik
    • Strömungssimulation
    • Strukturmechanik
    • Wärmetransport
    • COMSOL Multiphysics in der Lehre
    Vielleicht können die dir weiter helfen. Hier ist die Kontaktadresse:
    Comsol Multiphysics GmbH
    Berliner Straße 4
    37073 Göttingen
    Tel.: 0551-99721-0
    Fax.: 0551-99721-29
    E-Mail.: info@comsol.de
    COMSOL : COMSOL - Multiphysics Modeling
    Ich hatte damals auch eine Ansprechpartnerin:
    Frau Susanne Stitz
    Tel.: 0551-99721-20
    E-Mail: susanne.stitz@comsol.de
    Gruß
    MegaSunny


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  15. #15
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    Hallo,

    bis jetzt ist noch nichts über den Schichtwerkstoff gesagt worden, oder ich habs überlesen. Und um welche theo. Stromdichten reden wir? Wenn es sich um einfach geformte Bauteile handelt und nur der An-Kat Abstand sich ändert ist es doch möglich einen Blendrahmen um die BT oder eine Blende vor die Anoden zu setzen. Werden Plattenanoden, Knüppel oder Pellets eingesetzt?
    Welche Art der mechan. Beanstandugen treten den auf? Haftungsprobleme, abblättern zwischen zwei Schichten?. Hast Du schon einmal den Elektrolytlieferanten angesprochen. Was meint der dazu?
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